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Entrückt in die Welt des Fühlens
Das Erlebnis beim KlangWasserCocktail im Palais Thermal lässt sich mit Worten nicht beschreiben.
Bad Wildbad – Schon von außen sind die Klänge zu hören. Sie sind undefinierbar, tönend, vibrierend. Wer dann den hohen Raum mit dem Therapiebecken betritt, dem eröffnet sich die gesamte Atmosphäre: Der Raum wird erleuchtet von hunderten von Kerzen. Er ist erfüllt von sphärischen Klängen. Im Wasser scheinen die Menschen zu schweben. Ganz entspannt wirken die Gesichter, entrückt und abgetaucht in ein inneres Erleben. KlangWasserCocktail - so der Name der Veranstaltung, die an sich nur erfühlbar und selbst dann kaum zu vermitteln ist.
Die Fakten sind schnell aufgezählt. In der kühlen Jahreszeit, von Oktober bis April, findet an jedem zweiten Mittwoch im Monat ein Wellnessabend der ganz besonderen Art statt. Die Gäste des Palais Thermal sind eingeladen sich ganz entspannt im 35 Grad warmen Wasser treiben zu lassen. Getragen werden sie von Schwimmhilfen im Nacken und unter den Kniekehlen. Am Beckenrand haben die Musiker eine Vielzahl von Instrumenten bereitgestellt, die Nadine Stanilewicz und Friedhelm Booms nacheinander über, aber auch im Wasser zum Klingen bringen. Im Becken kümmern sich Mitglieder des WasserShiatsu Teams liebevoll um die Gäste. Eine angenehme Berührung hier, eine kurze Rückenmassage dort oder eine Dehnung der Halswirbelsäule und ganz nebenbei wird darauf geachtet, dass die Gäste nicht aneinander stoßen.
Das sind die Äußerlichkeiten. Das Erleben dieses Events ist jedoch nur schwer zu beschreiben. Sehr in sich gekehrt, tief entspannt wirken die Teilnehmer, die aus dem Becken kommen. Auffallend auch, wie ruhig es in dem Raum ist. Es wird wenig gesprochen, wenn, dann nur geflüstert. Durch die Schwimmhilfe im Nacken ist der Kopf sanft gelagert und die Ohren meist unter Wasser. Töne und Klänge, die über Wasser noch klar zu erkennen sind, klingen so in einer ganz andern Dimension. Gedanken schweifen ab, Assoziationsketten bilden sich und die ganze Welt reduziert sich auf reines Fühlen. Klangschalen entführen in andere Welten, ein Didgeridoo tönt von scheinbar weit her, Trommeln klingen wie ein klopfendes Herz und die Schwingungen des Gongs durchströmen den ganzen Körper.
Das Auftauchen aus einer solchen Welt, weit ab vom alltäglichen Erleben, ist nicht ganz einfach. Ein Fruchtcocktail im Anschluss erleichtert den Übergang. Und selbst wer schon im Wasser war bleibt meist, ganz entspannt im Liegesessel dabei, wenn die nächste Runde von insgesamt dreien, beginnt. „Man kann es nicht in Worte fassen“, sagt eine Teilnehmerin, welche schon mehrmals kam, und ihr Partner ergänzt: „Das schwingt in mir noch Tage lang nach.“

